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Mariano Speranza - Komposition

Mariano Speranza  |  Komposition  |  Argentinien

Die Komposition »Vértigos y Ausencia« des argentinischen Komponisten Mariano Speranza wurde im Internationalen Wettbewerb ASTOR PIAZZOLLA 2026 ausgezeichnet und kommt nun bei unserem Festival »Piazzolla Reloaded« zur Uraufführung in der Philharmonie Berlin. Mariano Speranza beschreibt sein Werk so:

In »Vértigos y Ausencia« habe ich versucht, einer sehr persönlichen Spannung Gestalt zu verleihen: jener zwischen dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und der oft unvermeidlichen Notwendigkeit des Aufbruchs. Dieses Stück entspringt einer Erfahrung der Trennung – nicht nur geografischer, sondern auch existenzieller Art – von einem Leben, das man irgendwann hinter sich lassen muss, um einen anderen Weg einzuschlagen.

Das eröffnende Fugato spiegelt diese Instabilität wider: eine rastlose Suche nach Halt, bei der Orientierungslosigkeit mit dem Wunsch nach Licht und Richtung einhergeht. An einem bestimmten Punkt kommt die Musik zum Stillstand und mündet in ein intimes, schwebendes Adagio. Hier verleihen Violine und Bandoneón einer Nostalgie Ausdruck, und dem Prozess des Annehmens und Verstehens – dessen, was nicht mehr ist, doch in anderer Form weiterhallt.
Im letzten Abschnitt kehrt das Thema verwandelt zurück: einfacher, bewusster, getragen von einer Energie, die nach vorne blickt. Es ist keine Auflösung, sondern eine Geste der Hoffnung. (Mariano Speranza)

Foto: José López

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